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Fischereiverband des Kantons Luzern

4.8.2015: Reuss: Geben wir der Natur ihren Raum zurück

Der Fischereiverband Kanton Luzern FKL steht hinter der Sanierung der Reuss. Das Projekt sei eine intelligente Kombination von Schutz für Mensch (Hochwasser) und Natur (Renaturierung). «Geben wir der Natur ihren Raum zurück», schreibt der Fischereiverband.

4.8.2015: Reuss: Geben wir der Natur ihren Raum zurück

Der Hochwasserschutz früherer Jahrzehnte mit Begradigungen und hohen Dämmen hat sich als «Schlag ins Wasser» erwiesen, schreibt der FKL in seiner Stellungnahme zur Sanierung der Reuss. Das Unwetter 2003 mit Schäden von 300 Millionen Franken rund um die Reuss sei der tragische Beweis.

 

Intelligente Kombination für Mensch und Natur

Das von der Regierung vorgelegte Projekt verbindet laut FKL  Hochwasserschutz mit Renaturierung. «Unsere Generation ist verschwenderisch mit dem Boden umgegangen», sagt Markus Fischer, Präsident des Fischereiverbandes Kanton Luzern. Es gelte Korrekturen vorzunehmen, damit die Habitate für Fauna und Flora, insbesondere für die Fische, aufgewertet werden. Genau diese Anforderungen erfülle das Projekt. Die Reuss erhalte mehr Raum, was neue natürliche Lebensräume schaffe und diese zusätzlichen Flächen seien in Überschwemmungssituationen der nötige Schutz, da sie die zusätzliche Wassermenge aufnehmen könnten. «Geben wir der Natur ihren Raum zurück, den wir ihr technokratisch und ökonomisch motiviert weggenommen haben», so Fischer. Der FKL ist überzeugt, dass sich die Investition von 165 Millionen Franken von Bund und Kanton lohnen.

 

Verbesserungen für Äschen – und Bauern

Für die Weiterentwicklung stellt der FKL zwei Forderungen:

  • Äschen-Bestand: Die vorgesehene Entnahme von 12‘000 Kubikmetern Kies und Sand beim Reusszopf könnte sich verheerend auf den Bestand der Äsche – die Kanton und Fischer seit Jahren fördern – auswirken. Hier sind Optimierungen nötig.

  • Landwirtschaftsland: Es ist richtig, dass mehr landwirtschaftliches Land gemäss Projektvorschlag für die Renaturierung genutzt wird. Der FKL bittet aber den Kanton mit den betroffenen Bauern Lösungen zu finden, um Härtefälle zu vermeiden. Bi.

Bild: Philipp Amrein



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