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Fischereiverband des Kantons Luzern

23.01.2013: Die Luzerner Fischer sind „not amused“

Fischen ist im Kanton Luzern seit 1. Januar 2013 teurer geworden. Die Fischer sind „not amused“, wie an der Präsidentenkonferenz des Fischereiverbandes Kanton Luzern zu hören war.

„Wir stellen fest, dass Fischen seit anfangs Jahr im Kanton Luzern teurer geworden ist“, sagte Franz Häfliger, Präsident des Fischereiverbands Kanton Luzern an der Präsidentenkonferenz in Rothenburg. Pachtzinse (Fischervereinigungen) wie Patente (Einzelfischer) seien massiv erhöht worden. Mit der Anpassung an die Teuerung hätten die Fischer leben können. Nicht nachvollziehbar ist aber die generelle Erhöhung der Gebühren für Patente und Verpachtungen.   

 

Sempachersee… Reuss… Suhre… Ebersecken

Vier Beispiele für die Preiserhöhungen:

  • Sempachersee: Ein Fischer muss für Patente neu 400 Franken jährlich zahlen, statt wie bisher 340 Franken (Steigerung 17%). Ausserkantonale Bewerber zahlen einen Aufschlag von 50 Prozent.
  • Reuss: Patente werden neu vom Kanton und nicht mehr vom Fischereiverein Reuss, der das Gewässer während Jahrzehnten betreute, vergeben. Zahlte ein Fischer für ein Patent an der Reuss (und Kanäle) bisher 250 Franken, sind es neu 400 Franken (Steigerung 60%).
  • Suhre Sursee: Die vier Pächter der Fischenze Suhre müssen einen Aufschlag von 280 auf 380 Franken schlucken, inklusive der neu eingeführten Pächterausweise (Steigerung um 35%).
  • Ebersecken: Für die 3-köpfige Pachtvereinigung Ricken Ebersecken steigt die Jahrespacht von 2160 auf 2335 Franken.  

Die Korporation Luzern erhöht die Gebühren, anders als der Kanton, nicht. 

 

Undank ist des Fischers Lohn!

Wenig Verständnis für die Anpassungen haben die Fischer, weil das Fischereiwesen weder aufwändiger geworden ist noch gibt es Mehrerträge. „Das ist bedenklich“, sagte Häfliger, denn: „Die Fischer sind nicht nur Nutzniesser, sie erfüllen Hege- und Pflegeaufträge. Für diesen Dienst gibt es statt Wertschätzung als „Dank“ höhere Abgaben!

 

Finanzierung der Fischerei überdenken

Das Beispiel zeigt für den Fischereiverband, dass Gebührenerhöhungen eine Alternative für Anpassungen beim Steuerfuss sind. Der Fischereiverband wünscht sich eine Diskussion über die langfristige Finanzierung der Fischerei, auch im Zusammenhang mit der diskutierten verstärkten Nutzung der Wasserkraft.

                                                                  Kurt Bischof  



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