AdresslisteKontaktSuche

Video der Online-Delegierten Versammlung


Fischereiverband des Kantons Luzern

22.1.2018: Gewässerverunreinigungen und Fischsterben

Gemäss Statistik 2017 der Luzerner Polizei wurden 62 Gewässerverschmutzungen (Vorjahr 82), davon 13 Gewässerverunreinigungen mit Fischsterben (Vorjahr 18) offiziell registriert. Der Kommentar des Fischereiverbandes Kanton Luzern FKL: Die letztjährige leichte Reduktion ist erfreulich, aber eine Schwalbe macht noch keinen Frühling!

22.1.2018: Gewässerverunreinigungen und Fischsterben

Seit Jahren ärgern sich die Fischerinnen und Fischer über die im Kanton Luzern hohe Zahl von Gewässerverunreinigungen und Fischsterben. Fatal sind diese Unfälle nicht nur mit Blick auf den  Fischbestand, sondern wegen der Zerstörung des Lebensraums im und am Wasser.

 

Brutal für die Hege- und Pflegearbeit

Gewässerverunreinigungen, im schlimmsten Fall mit Fischsterben, zerstören die sorgsame Hege- und Pflegearbeit der Fischpachten oder -vereine an den Bächen. So schnell und brutal die Zerstörung ist, so lange und sorgsam muss in den darauffolgenden Jahren wieder Aufbauarbeit geleistet werden bis sich die Gewässer wieder auf einem natürlichen Stand befinden.

Aufgrund des Drucks des Fischereiverbandes Kanton Luzern FKL führt die Luzerner Polizei  seit 2011 eine offizielle Statistik mit Gewässerverunreinigungen und Fischsterben. Die Statistik beschränkt sich allerdings auf die offiziellen Unfälle – also Ereignisse, die der Polizei gemeldet werden. Das Ausmass der Dunkelziffer ist unbekannt.

 

Statistik 2017: Tendenz

Erstmals seit der Führung der Statistik seit 2011 ist der (hohe) Jahresdurchschnitt von 75 Gewässerverunreinigungen im Jahr 2017 mit 62 Vorkommnissen unterschritten worden. Das sind 20 weniger als 2016 und 13 weniger als 2015. Was Gewässerverunreinigungen mit Fischsterben – die brutalste Unfallart – betrifft, so sind 2017 offiziell 13 Fälle registriert worden; 5 weniger als 2016, aber 3 mehr als 2015.

Die Entwicklung stimmt aus Sicht des Fischereiverbandes Kanton Luzern positiv. Mit dazu beigetragen haben dürften die optimale Wettersituation im Landwirtschaftsjahr 2017, die Sensibilität bei den Verursachergruppen, die Informationsarbeit der Dienststelle Landwirtschaft und Wald und die zusammen mit dem lawa, dem Bauernverband und dem Fischereiverband durchgeführte Informationskampagne mit Merkblättern und Plakaten im letzten Frühsommer.

So erfreulich die Tendenz ist, eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Es gilt die Entwicklung langfristig im Auge zu behalten.

 

Statistik 2017: Landwirtschaft

Was sagt die Jahresstatistik über die Verursachergruppen? Bei der Landwirtschaft wurden im letzten Jahr 22 Gewässerverunreinigungen registriert, im Unterschied zu 33 im 2016 und 25 im 2015. Fischsterben gehen 2017 nur 2 auf das Konto der Landwirtschaft, im Vergleich waren es 10 im Jahre 2016 und 4 im Jahr 2015.

Statistik 2017: Gewerbe

Bei Industrie und Gewerbe als Verursacher ist ein leichter Anstieg festzustellen: 18 Gewässerverunreinigungen 2017, im Gegensatz zu 14 im Jahr 2016 und 2015 ebenfalls 2015. Industrie und Gewerbe haben 2017 genau 6 Fischsterben zu verantworten, im Unterschied zu 2 im Jahr 2016 und 1 Fall 2015.

 

Zukunft: Vorfälle melden!

Der Fischereiverband Kanton Luzern FKL wird die weitere Entwicklung der Gewässerverunreinigungen und Fischsterben weiterhin aufmerksam beobachten. Der FKL bietet Hand für alle Aufklärungs- und Informationenkampagnen, die die Sensibilität für einen verantwortungsvollen Umgang mit Gewässern fördern und einen Beitrag zur Reduktion dieser Unfälle leisten. In diesem Sinn begrüsst die von der Dienststelle lawa beabsichtigte Kampagne bei den Gewerbekreisen.

Der Fischereiverband Kanton Luzern FKL setzt weiterhin auf die Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Gewässerverunreinigungen sind umgehend der Polizei zu melden. Es handelt sich um Offizialdelikte, die von Amtes wegen verfolgt werden müssen. Schliesslich ist der Luzerner Fischereiverband daran interessiert, dass eine gesamtschweizerische Statistik über Gewässerverunreinigungen geschaffen wird. Denn: je mehr Informationen desto höher die Sensibilität und desto tiefer die Anzahl der Unfälle.

 

Die Zahlen und Fakten:

https://uwe.lu.ch/-/media/UWE/Dokumente/Themen/Gewaesser/Gewaesserverunreinigungen/Gewaesserverunreinigungen.pdf?la=de-CH

https://uwe.lu.ch/-/media/UWE/Dokumente/Themen/Gewaesser/Gewaesserverunreinigungen/Fischsterben.pdf?la=de-CH



facebooktwitterprint

Verbandspartner