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Fischereiverband des Kantons Luzern

Luzerner Fischsterben: katastrophaler Rekord

Trauriger Rekord bei den Gewässerverschmutzungen 2020: Der Fischereiverband Kanton Luzern ist verärgert! Insbesondere wegen der Verdoppelung an Fischsterben von acht auf neu 16 Fälle - eine Steigerung um 100 Prozent.

Die Luzerner Polizei hat im Jahr 2020 folgende offizielle Delikte erfasst:

  • Gewässerverunreinigungen: 92 (plus 4 gegenüber 2019). Davon Landwirtschaft 20 (minus 1), Industrie und Gewerbe 35 (plus 2), Private/Siedlungsgewässer/ARA 35 (plus 4), Unbekannte 2 (minus 1).
  • Fischsterben: 16 (plus 8). Davon Landwirtschaft 8 (plus 6), Industrie und Gewerbe 5 (plus 3), Private/Siedlungsgewässer/ARA 2 (plus 1), Diverse 35 (plus 1), Unbekannte 2 (minus 3).

Zu viele Fische sterben
„Katastrophal sind diese Zahlen im mehrjährigen Zusammenhang“, so Markus Fischer, Präsident des Fischereiverbandes Kanton Luzern. Die Gewässerverschmutzungen sind mit 92 Fällen so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr und liegen deutlich über dem Durchschnitt von 76 Fällen in den letzten Jahren.
Noch dramatischer ist die Situation bei den separat erfassten Fällen mit Fischsterben. Seit Jahren wurden nie mehr so vielen Fischsterben verursacht, der Durchschnitt lag bei 12 Fällen.
„Dieser traurige Rekord ist kein Ruhmesblatt für Bauern, Gewerbler und Gemeinden“, kritisert Markus Fischer. „Es sind schlicht und einfach zu viele Fische und zu viele Lebensräume, die kaputt gehen.“

Mehr Sorgfalt auf Bauernhöfen und Baustellen
„Uns ist klar, dass es nicht am bösen Willen, sondern an Unvorsichtigkeit liegt“, sagt der Fischerei-Präsident. Auf den Bauernhöfen ist es ungenügende Überwachung beim Umschlag, bei den Baustellen mangelt es an den Kontrollen durch die Gemeinden. Deshalb begrüsst der Fischereiverband die Absicht des Kantons, die Kompetenz für Überwachung und Kontrolle der Baustellen von den Gemeinden an den Kanton zu übertragen. Fischer appelliert an Bauern und Gewerbe: „Bitte mehr Sensibilität und Sorgfalt im Alltag.“

Kanalisationen und Entwässerungungen
Der Fischereiverband dankt der Umweltpolizei, dass sie erstmals die „diversen Gewässerverunreinigungen“ aufgeschlüsselt hat – mit einem überraschenden Ergebnis: Von 35 „diversen“ Gewässerverunreinigungen“ ist die hohe Zahl von 17 auf Kanalisations- und Entwässerungsanlagen zurückzuführen. Im letzten Jahr waren es 3. Das liegt gemäss Kanton an mangelndem Unterhalt, Fehlanschlüssen, Falschentsorgung und dem Überlauf nach Gewittern. „Hier sind die Gemeinden und ihre Zweckverbände gefordert.“  pd

Für Rückfragen:

  • Markus Fischer, Präsident Fischereiverband Kanton Luzern FKL, 079 688 86 21, zeppe@bluewin.ch
  • Kurt Bischof, Geschäftsleiter/Kommunikation FKL, 079 643 30 63, kurt.bischof@bischofmeier.ch

 



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